Startseite / Technikunterricht / Lehrerfortbildung / Einchipmicrorechner Picaxe

Picaxe ein alternativer Mikrorechner

Do. 09.11.2017

  • Einführung Einchip-Mikrorechner PICAXE
  • Aufbau Experimentierplatine
  • erste Programmierschritte
  • Planung eigenes Projekt

Fr. 10.11.2017

  • Projektfertigung
  • Programmierung
  • alternative Lösungen

 

 

Die Programmoberfläche

Die Programmieroberfläche von Picaxe ist sehr einfach und intuitiv. Mit Blockly können einzelne Programmierbausteine zusammengesetzt werden. Nach der Konvertierung in Basic entsteht ein gut lesbarer Code. So wird kein Schüler von der Programmierung ausgeschlossen und kann sich nach und nach den Code erarbeiten.

Problemfindung

Was ist ein geeignetes Projekt, um in die Welt der Einchipmikrorechner einzusteigen. Viele Dinge gibt es schon, oder sind nur wenig attraktiv. Zu komplex darf es auch nicht sein, weil ein Misserfolg kein guter Einstieg wäre. Es wurden verschiedene Ideen diskutiert:

  • Timer
  • heißer Draht mit Effekten, z. B. Musik
  • elektronischer Würfel
  • Alarmanlage 

Die Teilnehmer entscheiden sich schließlich für den heißen Draht und den Würfel. Dabei entwickelte sich für die Punkte des Würfels ein kleines Problem, wenn man zum Anzeigen von 7 Leuchtdioden nur vier Ausgänge zur Verfügung hat.

 

 

Würfelmatrix

Die Lösung brachte eine Matrix. Die verschiedenen Würfelbilder bestehen aus vier Teilbilder. Diese müssen nur entsprechend angesteuert werden. Eine echte kleine Problemstellung. Das Arbeitsblatt führt die Schüler später zur richtigen Lösung. Sie ist absichtlich nicht gleich offensichtlich, damit das logische Denken angeregt wird.

Lötprobleme

Im Technikunterricht bleibt immer weniger Zeit bestimmte Fertigkeiten zu entwickeln. Dazu gehört heute auch das Löten. Auf einer Streifenrasterplatine mit 2,54 mm Lochabstand entstehen häufig ungewollte Lötbrücken. Eine Lösung bieten die Platinen bei der nur jeder zweite Reihe mit Kupfer belegt ist. Allerdings haben die Pins des Mikrochips 2,54 mm Rasterabstand. So muss ein Adapter gefertigt werden, der dieses Problem löst. Zukünftig sollten Platinen in der richtigen Größe geätzt werden.

Konstruktion und Fertigung

Zur Konstruktion und Fertigung konnten die Teilnehmer ihre Sozialform frei wählen. Einige Wenige zogen es vor allein zu arbeiten. Es gab Partnerarbeit und Kleingruppen. Besonders erfolgreich war die Zitterdrahtprojektgruppe. Durch Arbeitsteilung und ständigen Abgleich der Ergebnisse wurden alle Produkte in einheitlicher Form gefertigt. Die Fehlersuche konnte durch die gleichen Baugruppen gut durchgeführt werden, obwohl es manchmal schwer war winzige Lötbrücken zu entdecken. Jeder konnte sich mit seinen Stärken einbringen. Im Unterricht stellt sich allerdings die Frage, ob nicht jeder Schüler den ganzen Prozess der Fertigung durchlaufen sollte.