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Inklusiver Technikunterricht

Inklusiver Technikunterricht - Heterogenität im Fokus (sonder-)pädagogischen Lehrkrafthandelns


Schaubrenner, Patric Europa-Universität Flensburg

Prof. Dr. Andreas Hüttner

Laufzeit: 2014-2017

http://www.uni-flensburg.de/technik

Kurzbeschreibung des Projektes:

Die Umsetzung der „UN-Konvention über die Rechte von Menschen mit Behinderung“ führt in Schleswig-Holstein zu erheblichen Herausforderungen auch für den Technikunterricht.

Die Nachfrage nach Technikkursen an den neuen Gemeinschaftsschulen steigt derzeit stark an. Gleichzeitig ist in Inklusionsklassen eine deutliche Zunahme der Heterogenität der Lerngruppen zu verzeichnen. Die resultierenden didaktischen, materiellen und organisatorischen Konsequenzen führen zu zusätzlichen Belastungen der Techniklehrkräfte.

Das vorhandene sonderpädagogische Unterstützungssystem ist nach derzeitigem Stand der Erkenntnis mit den steigenden Bedürfnissen in der Schulrealität überfordert. Erste Befragungen von Lehrkräften zeigen, dass auch im Technikunterricht ein wachsender Bedarf an sonderpädagogischer Expertise entstanden ist, die mit dem vorhandenen explizit ausgebildeten Personal nicht zu schließen sein dürfte. 

An dieser Stelle setzt das vorzustellende Forschungsprojekt an. Auf der Grundlage der beschriebenen Ausgangssituation wird von folgenden Hypothesen ausgegangen:

  • Auf Grund der zunehmenden inklusiven Beschulung von Schüler/-innen mit sonderpädagogischem Förderbedarf entstehen zusätzliche Belastungssituationen für die Techniklehrkräfte auf die sie bisher in ihrem Studium unzureichend vorbereitet werden.
  • Aus der sonderpädagogischen Forschung sowie dem sonderpädagogischen Lehrer-handeln lassen sich Kompetenzen extrahieren, die wirksam für die Arbeit mit SuS mit sonderpädagogischen Förderbedarf sind und Berücksichtigung bei der zukünftigen Ausbildung von Techniklehrern finden müssen.

Die beschrieben Hypothesen werden in einem mehrstufigen Untersuchungsdesign überprüft:

1. Stufe:     Erfassung vorhandener wissenschaftlicher und schulpraktischer Wissens-bestände (IST), deren Clusterung und Einordnung in das Forschungsprojekt (SOLL). Befragung von Techniklehrkräften in schleswig-holsteinischen Gemeinschaftsschulen.

2. Stufe:     Befragung von Techniklehrkräften zur Ermittlung des spezifischen Förder-bedarfs der Schüler im Technikunterricht an den Gemeinschaftsschulen.

3. Stufe:     Ableitung von validen Untersuchungsschwerpunkten durch Clusterung der Ergebnisse aus der Techniklehrerbefragung.

4. Stufe:     Ableitung des Fortbildungsbedarfs für Techniklehrkräfte.

5. Stufe:     Herausarbeitung von erweiterten technikdidaktischen Zielaspekten für die universitäre Techniklehrerausbildung.